Sich in der ehemaligen DDR als selbständiger Handwerksbetrieb zu halten, war schwierig. Nahezu unmöglich war es jedoch, einen Handwerksbetrieb eröffnen zu dürfen.
Wer dies wollte, musste etwas anbieten können, was einzigartig war, wie zum Beispiel Gerhard Winter. 1960, in einer Zeit der Verstaatlichung, erhielt er die Erlaubnis, sein Gewerbe - die Sattlerei - selbständig zu betreiben. Vor den Toren Leipzigs, in seiner Werkstatt, fing er gemeinsam mit seiner Frau an, Pferdegeschirre und Traktorensitze zu reparieren und später auch selbst zu produzieren.
Er entwickelte so die traditionelle Handwerkskunst zu einer Perfektion, die nach Öffnung der Grenzen auch in ganz Deutschland einmalig sein dürfte.
So wird es niemanden verwundern, wenn die Sattlerei Winter auch künftig ihrer Tradition treu bleibt: Maßanfertigung von Geschirren in höchster handwerklicher Qualität.